Die LHG stellt sich vor

Die Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH (LHG) betreibt die öffentlichen Häfen in der Hansestadt Lübeck und ist Deutschlands größter Hafenbetreiber an der Ostsee. Die LHG (gegründet am 31.12.1934) ist Tochter der Hansestadt Lübeck (74,9%) und RREEF PAN-EUROPEAN INFRASTRUCTURE TWO LUX S.á r.l. (25,1%). Die LHG beschäftigt rund 1.050 Mitarbeiter. Geschäftsführer sind Heinrich Beckmann und Ulfbenno Krüger.

Leistungsprofil der Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH

  • RoRo-Umschlag von LKW und Trailern
  • Umschlag, Lagerung, Kommissionierung und Distribution von Forstprodukten  (Papier und Zellulose)
  • Verladung von Neuwagen
  • Containerumschlag
  • PKW- und Passagierabfertigung
  • Umschlag und Lagerung von Massengut (Salz)
  • Inspektion, Wartung und Reparatur des Fuhrparks, der Anlagen, Gebäude, Arbeitsmittel und Flächen der LHG und Fremdfirmen (durch die 100%ige LHG-Tochter LHG-Service-Gesellschaft (SG)).
  • Umschlag von Frucht, Holz, Stahl und sonstigem Stückgut, Reinigen von Containern, Bilden von Sammelladungen, Zusammenladung von Teilmengen aus dem kombinierten Verkehr (durch die 50%ige LHG-Tochter Lübeck Distribution-Gesellschaft mbH, LDG).
  • Europaweite Distribution von Waren, insbesondere Forstprodukte (durch die 100%ige LHG-Tochter European Cargo Logistics mbH (ECL)
  • Betrieb eines Bahnterminals für den Kombinierten Verkehr, Umschlag und weitere Aktivitäten im Kombinierten Verkehr, Buchungsagentur (durch die 50%ige LHG-Tochter baltic rail gate)
  • Reparatur und Wartung von Bahnwaggons, Eisenbahnverkehrsunternehmen, Gleis- und Signalinstandsetzung durch die 100%-ige SG-Tochtergesellschaft Nordic Rail Service GmbH (NRS).

Lübeck - Deutschlands größter Ostseehafen

Der Lübecker Hafen ist der am weitesten südwestlich gelegene Hafenumschlagplatz an der Ostsee und nimmt speziell in den Verkehren zwischen den traditionellen Wirtschaftsmetropolen West- und Zentraleuropas und dem sich rasch entwickelnden Wirtschaftsraum Ostsee die zentrale Drehscheibenfunktion ein. 2010 wurden insgesamt 26,74 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Die Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH (LHG) als Betreiberin der öffentlichen Lübecker Häfen hatte daran einen Anteil von 24,5 Millionen Tonnen. Außerdem nutzen rund 412.000 Passagiere den Hafen Lübeck.

Zu den öffentlichen Häfen, die von der LHG betrieben werden, gehören fünf Hafenteile mit einer Gesamtfläche von 155 Hektar und 24 Schiffsanlegern:

Terminal Skandinavienkai:

Der größte Fährhafen Europas in Lübeck-Travemünde bietet an neun Anlegern, von denen drei über Gleisanschluß verfügen, über 90 Abfahrten pro Woche. 2010 wurden 18,1 Millionen Tonnen umgeschlagen. Ladungsschwerpunkte sind alle Arten von rollendem Gut wie Lkw, Trailer, Neufahrzeuge, Bahnwaggons, Wechselbrücken, Container und Passagier-Pkw. Auch die Abfertigung von Stückgut ist möglich. Ein Bahnterminal für den Kombinierten Ladungsverkehr ist seit Juni 2003 in Betrieb.

Details zum Skandinavienkai

Terminal Nordlandkai:

Das Finnland-Zentrum der Lübecker Häfen hatte 2010 einen Umschlag von 2,9 Millionen Tonnen. Mit fünf Anlegern und einer Hallenkapazität von 150.000 Quadratmetern ist der Nordlandkai das Distributionszentrum der finnischen Papierindustrie für das gesamte europäische Hinterland. Weitere Güter sind Lkw, Trailer, Neufahrzeuge und Container. Erweiterungsflächen und neue Möglichkeiten des Papierumschlags, die eine erhebliche Kapazitätssteigerung des Terminals ermöglichen, werden derzeit überplant.

Details zum Nordlandkai

Terminal Schlutup:

Das 1994 fertiggestellte Terminal ist das europaweit führende Distributionszentrum der schwedischen Papierindustrie. Der Umschlag lag 2010 bei 1,7 Millionen Tonnen. Die Hallenkapazität liegt bei 64.000 Quadratmetern.

Details zu Schlutup

Terminal Seelandkai:

Das neue Terminal für den Umschlag von Containern und RoRo-Gütern ist seit Sommer 2006 in Betrieb. Auf dem knapp 20 Hektar großen Gelände werden Trailer, Neufahrzeuge sowie Container abgefertigt. Die Container können sowohl in RoRo-Verfahren als auch mit Containerbrücken verladen werden. Das Umschlagvolumen lag 2010 bei 1,8 Millionen Tonnen.

Details zum Seelandkai

Lübeck verbunden mit 25 Ostseehäfen

Einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg des mit Abstand größten deutschen Ostseehafens (Marktanteil über 40 Prozent) ist die extrem hohe Abfahrtsdichte der Liniendienste. Die Lübecker Häfen bieten mittlerweile etwa 130 Abfahrten pro Woche zu 24 Partnerhäfen rund um die gesamte Ostsee und bieten damit allerhöchste Lieferfähigkeit und Sicherung der Ladungsströme Europas. Dabei sind die Verkehre jeder Destination nahezu paarig, so daß die Frachtkapazitäten sowohl der Fährschiffe als auch der Verkehrsträger im Hinterlandtransport stets optimal ausgelastet sind. Für den Transporteur ergeben sich somit entscheidende Kostenvorteile gegenüber alternativen Transportrouten.

Daneben bietet der Lübecker Hafen die Vorteile eines logistischen Zentrums, das über ein Höchstmaß an Qualität  und Know-how verfügt. Dieses gilt insbesondere für Forstprodukte wie Papier und Zellulose. Lübeck ist das größte Umschlag- und Verteilzentrum für die schwedische und finnische Papierindustrie in Europa. Diese führende Rolle wurde in jüngster Vergangenheit durch langfristige Kooperationsverträge mit weltweit führenden Papierherstellern aus Schweden und Finnland gefestigt. Über 4 Millionen Tonnen Forstprodukte wurden 2010 in Lübeck umgeschlagen.

Lübecks Stärke besteht im Roll-on-Roll-off-Verkehr (RoRo): schnelle Fracht, die per Lkw, Reederei-Einheit oder Eisenbahnwaggon von und an Bord rollt. Individuell ausgefeilte Logistiksysteme garantieren den Kunden an 365 Tagen im Jahr optimale Dienstleistungen. Im Jahr 2010 wurden insgesamt 720.000 LKW und Trailer im Lübecker Hafen umgeschlagen. Mit rund 126.000 umgeschlagenen Container-Einheiten (TEU) pro Jahr ist Lübeck der größte deutsche Ostsee-Containerhafen.

Der Hafenstandort Lübeck bietet hervorragende Hinterlandanbindungen. Die dreispurig ausgebaute Autobahn A1 in Richtung Hamburg verbindet Lübeck mit den Hauptwirtschaftszentren Europas. Das Schienennetz zeichnet sich durch besonders hohe Effizienz im Wagenladungsverkehr sowie im Kombinierten Ladungsverkehr aus. Pro Woche verkehren rund 50 Block- und Ganzzüge zu den europäischen Hauptindustriezentren. Daneben besteht durch den Elbe-Lübeck-Kanal ein Anschluß an das europäische Binnenwasserstraßennetz.

Die Zahl der Arbeitsplätze im Lübecker Hafen hat sich in den vergangenen Jahren stetig erhöht. 2010 waren über 1000 Menschen direkt bei der LHG beschäftigt. Insgesamt hängen rund 6000 Arbeitsplätze vom Hafen ab. Damit leistet der Hafen eine wichtigen Beitrag zur Wertschöpfung und zur konjunkturellen Stabilisierung der Region.