
Pressemitteilung
19.10.00 - 19.10.2000 - Umschlagrekord im Lübecker Hafen - 40 neue Arbeitsplätze
Die hervorragende Umschlagentwicklung 1999 (25,2 Millionen Tonnen) hat sich im Lübecker Hafen auch in den ersten neun Monaten des Jahres 2000 weiter fortgesetzt. Der Gesamtumschlag des größten deutschen Ostseehafens belief sich von Januar bis September auf 19,147 Millionen Tonnen, dies sind 494.000 Tonnen oder 2,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
An den öffentlichen Hafenanlagen der Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH (LHG) sieht das Ergebnis noch besser aus. Hier stieg der Umschlag von 17,338 Millionen Tonnen (1999) um 2,9 Prozent auf 17,843 Millionen Tonnen. Daran hatte der reine Fährverkehr einen Anteil von 17,396 Millionen Tonnen (+ 3,8 Prozent).
Die Zuwächse beim Fährverkehr betreffen sowohl den Terminal Skandinavienkai als auch die drei Stadthäfen (Terminal Nordlandkai, Terminal Konstinkai, Terminal Schlutup). Am Skandinavienkai wurden mit 11,380 Millionen Tonnen 2,9 Prozent mehr Güter umgeschlagen als in den ersten neun Monaten 1999. Dies ist besonders auf den boomenden Schwedenverkehr mit begleiteten und unbegleiteten Lkw und Trailern zurückzuführen. Die drei Stadthäfen der LHG verzeichnen beim Fährverkehr einen Zuwachs von 5,4 Prozent auf 6,016 Millionen Tonnen. Insbesondere am Nordlandkai gab es einen massive Steigerung im Forstprodukte-Bereich. Der Umschlag von Papier und Zellulose stieg dort um fast 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahresabschnitt. Am Konstinkai entwickelte sich sowohl der Umschlag von Trailern als auch von Forstprodukten, insbesondere von Zellulose, sehr erfreulich. Am Terminal Schlutup liegt der Umschlag von schwedischen Forstprodukten auf anhaltend hohem Niveau. Insgesamt wurden 1999 in Lübeck rund 3,5 Millionen Tonnen Forstprodukte umgeschlagen. Für das Jahr 2000 wird eine deutliche Mengensteigerung erwartet.
Um die steigenden Gütermengen zu bewältigen, haben die LHG und der Lübecker Hafenbetriebsverein (HBV) in diesem Jahr rund 40 neue Mitarbeiter eingestellt, überwiegend aus dem gewerblichen Bereich. Damit erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter, die an den Terminals der LHG arbeiten, auf rund 970. Bereits 1997/98 hatten LHG und HBV 224 neue Arbeitsplätze geschaffen. Während in allen anderen deutschen Häfen die Zahl der Hafenarbeiter in den vergangenen Jahren stark abgebaut worden ist, steigt sie in Lübeck kontinuierlich an. Insgesamt sind in Lübeck über 5500 Arbeitsplätze direkt und indirekt vom Hafen abhängig.
Die Zahl der Passagiere im Reiseverkehr, beispielsweise von und nach Schweden und Finnland, ging von 435.148 um 4.9 Prozent auf 413.954 leicht zurück. Auf den Wegfall der Duty-Free-Regelung sind dagegen die Rückgänge im Ausflugsverkehr zurückzuführen. Hier sanken die Passagierzahlen um 52,3 Prozent von 518.173 auf 247.347. Die Gesamtzahl der Passagiere im Ausflugs- und Reiseverkehr ging damit von Januar bis September um 30,6 Prozent auf 661.301 zurück.
Im Kreuzfahrten-Bereich blickt der Hafen Lübeck auf eine gute Saison zurück. Die Zahl der Anläufe von Kreuzfahrt-Schiffen lag mit 28 genau doppelt so hoch wie im Jahr zuvor. Die Zahl der Passagiere stieg von rund 12.000 im Jahr 1999 auf über 20.000 in diesem Jahr.
