
Pressemitteilung
30.06.04 - Harte Haltung der Stadt sichert weiteren Hafenausbau
Die Lübecker Hafen-Geselschaft mbH (LHG) begrüßt die von der Hansestadt Lübeck erreichten Erfolge für die künftige Hafenentwicklung. Der Kabinettsbeschluss der Landesregierung über die zur Anmeldung vorgesehenen FFH-Gebiete ist für die LHG insgesamt zufriedenstellend.
LHG-Geschäftsführer Hans-Gerd Gieleßen: "Bürgermeister Bernd Saxe und Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel haben bei den Verhandlungen mit dem Land durch ihre harte, mit naturschutzfachlichen Argumenten untermauerte Haltung das notwendige Wachstum des Hafens gesichert. Dafür danken wir ihnen. Wären die ursprünglichen Pläne des Landes umgesetzt worden, wäre der Ausbau des Hafens gegebenenefalls nicht in den erforderlichen Ausmaßen möglich gewesen."
So sei es der Stadt gelungen, dass sowohl das potentielle Hafenerweiterungsgebiet Teerhofinsel, das Hafenerweiterungsgelände am Terminal Schlutup wie auch der Wendebereich am Anleger 8 des Skandinavienkais vom Land nicht als FFH-Gebiete angemeldet werden. Gieleßen: "Andernfalls hätten wir große Schwierigkeiten bei geplanten oder bereits bestehenden Hafenerweiterungen bekommen."
Unverständlich bleibt jedoch für die LHG, dass die Traveförde zwischen Teerhofinsel und Travemünde gemäß der FFH-Richtlinie meldepflichtig ist. Gieleßen: "Dort müssen auch künftig Baggerarbeiten mit vertretbarem Aufwand möglich sein. Nicht nur die Schiffsgrößen wachsen, bei einer weiteren Steigerung der Anlauffrequenz muss es auch möglich sein, dass sich zwei Schiffe auf der Trave begegnen können. Sollte es am Ende soweit kommen, dass für die dafür nötigen Baggerungen viele Millionen Euro teure Ausgleichsmaßnahmen fällig werden, leidet die Konkurrenzfähigkeit des Hafenstandorts."
Die LHG, so Gieleßen weiter, bekenne sich ausdrücklich zum Umweltschutz-Gedanken. "Dies verdeutlichen auch unsere massiven und erfolgreichen Bemühungen, nicht nur Verkehre von der Straße auf Bahn und Binnenwasserstraße zu verlagern, sondern auch Leertransporte zu vermeiden. Das bedeutet eine deutliche Reduzierungen von Emissionen." Naturschutz dürfe aber nicht die wirtschaftliche Entwicklung behindern. Lübecks Hafen biete weit über 1000 direkte Arbeitsplätze, mit steigender Tendenz. Der LHG-Geschäftsführer: "Diese Arbeitsplätze hängen davon ab, dass der Hafen auch künftig weiter wachsen kann und gegenüber den anderen Häfen in Nord- und Ostsee konkurrenzfähig bleibt."
